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Bangladesch: Hilfe für 1.000 Familien vor der Katastrophe (vom 13.07.2017)
Bangladesch: Hilfe für 1.000 Familien vor der Katastrophe
Seit mehr als einer Woche halten starke Regenfälle in großen Teilen Bangladeschs an. In verschiedenen Regionen des Landes kam es daraufhin zu Überschwemmungen. Nach Schätzungen des Bangladeschischen Roten Halbmondes sind mehr als eine Million Menschen von den Folgen des Regens betroffen.

Auch im Projektgebiet des DRK im Distrikt Bogra sind die Gemeinden am Ufer des Jamuna überschwemmt. Schon bevor die Fluten den Großteil der Häuser erreichten, konnte das DRK die Bevölkerung in vier Gemeinden mit humanitären Bargeldhilfen unterstützen. Diese Hilfe war Teil des Pilotprojekts zur vorhersagebasierten Finanzierung im drohenden Katastrophenfall. Insgesamt werden dadurch mehr als 1.000 Familien erreicht.

Die vorhersagebasierte Finanzierung (Forecast-based Financing) stellt Mittel für vorab ausgewählte, frühzeitige Nothilfemaßnahmen bereit, sobald laut Wettervorhersagen das Eintreten eines Extremwetterereignisses sehr wahrscheinlich ist Im aktuellen Fall wiesen Regenfallvorhersagen und lokale Messungen für vier Gemeinden im Distrikt Bogra auf Überschwemmungen mit gravierenden Auswirkungen für die Bevölkerung hin. Zusammen mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond und in enger Absprache mit den Gemeinden hat das DRK frühzeitige Maßnahmen identifiziert und Verantwortlichkeiten definiert. Dank dieser Maßnahmen, die in standardisierten Handlungsprotokollen festgehalten sind, wissen alle Beteiligten bei einem drohenden Katastrophenfall Bescheid, was zu tun ist.

Vorhersagebasierte Finanzierung erweist sich als wichtig für über 1.000 Familien

Nachdem in der Gemeinde Kamalpur am Dienstag, den 4. Juli, die erste Gefahrenstufe ausgerufen wurde, konnten Bargeldverteilungen dort schon am folgenden Donnerstag anlaufen. Bis zum Freitag hatten bereits 349 Familien Unterstützung erhalten. Dass die schnelle Unterstützung im Rahmen der vorhersagebasierten Finanzierung notwendig und gut war, zeigte sich am 10. Juli. Bereits 81 Prozent der Häuser des Ortes standen unter Wasser. Nach weiteren Warnmeldungen an den folgenden Tagen konnten zudem weitere Hilfszuwendungen an insgesamt 740 Haushalte und Familien in den betroffenen Gebieten und Gemeinden um Kajla und Bandharbari verteilt werden.

Insgesamt werden bei den aktuellen Überschwemmungen mehr als 1.000 Familien in Bangladesch mit den Mitteln der vorhersagebasierten Finanzierung unterstützt. Die Auswahl der Hilfsempfänger erfolgt nach verschiedenen Bedarfskriterien. So spielen zum Beispiel der Zustand des Hauses oder die Anzahl hilfsbedürftiger Familienmitglieder eine Rolle. Mit den Bargeldhilfen soll den sehr armen Familien der Region ermöglicht werden, frühzeitig selber Maßnahmen zu ergreifen, um sich und ihre wichtigsten Besitztümer in Sicherheit zu bringen. Zudem sollen die Menschen dringend benötigte Dinge kaufen, um die Überschwemmung zu überstehen. Beispiele dafür sind die Anschaffungvon Behältern, um Dokumente und Habseligkeiten zu schützen, aber auch Kanister und Chlortabletten sollen gekauft werden, damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser gesichert ist.

Bereits in der Vergangenheit haben Bargeldhilfen Wirkung gezeigt

Bereits Ende Mai 2017, als der tropische Wirbelsturm Mora in Teilen von Bangladesch für Verwüstung sorgte, wurde im Rahmen des Projekts schon vor Auftreffen des Zyklons gehandelt. Damals verteilten der Bangladeschische Rote Halbmond und das DRK im Distrikt Noakhali Bargeldhilfen an 2.250 Haushalte.

Bangladesch ist eines der weltweit am häufigsten von Katastrophen heimgesuchten Länder und ist von den Auswirkungen des Klimawandels sehr stark betroffen. Bangladeschs Bevölkerung leidet unter den Folgen von starken Tropen- und Wirbelstürmen im südlichen Küstenstreifen sowie von Überschwemmungen, Dürren und Erdbeben. Das Projekt zur vorhersagebasierten Finanzierung konzentriert sich auf die Auswirkungen von Fluss-Überschwemmungen, Tropenstürmen und Wirbelstürmen. Dieses Pilotprojekt ist Teil des vom Auswärtigen Amt finanzierten Maßnahmenpakets zur humanitär geprägten Anpassung an den Klimawandel, welches vom Deutschen Roten Kreuz koordiniert wird.

Autor: DRK
Quelle: drk.de
© Fotos: IRK
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